TurmUni 2017

Endlich Osterferien! Was könnte es Schöneres geben, als die freie Zeit zum Lernen zu nutzen? Auf dem Stundenplan stehen allerdings nicht Mathe und Chemie, sondern Stammesplanung, Kommunikation Elternarbeit und Zeitmanagement. Die Rede ist natürlich von der TurmUni, die der VCP Rheinland-Pfalz/Saar jedes Jahr als Schulungsmaßnahme zur Stammesführung veranstaltet.

Sechs Tage lang beziehen amtierende oder angehende Stammes- und Sippenführer den Nibelungenturm Worms, um die Kenntnisse aus ihren A- und B-Kursen zu erweitern, neues Wissen zu erwerben und sich landesweit über ihre Arbeit auszutauschen. Abschließen kann man die TurmUni als Bachelor, Master oder Doktor und je nach Vorkenntnissen und Alter schreibt man sich im Vorfeld für einen der drei Studiengänge ein.

Dieses Jahr hatte man zudem die Möglichkeit, sich zusätzlich zu den Pflichtmodulen ganz nach persönlichem Interessensschwerpunkt für verschiedene Wahlmodule zu entscheiden. Eine weitere Neuerung der RPS Schulungsbeauftragten Helena waren die Praxismodule, die diesmal jeden Tag angeboten wurden und für willkommene Abwechslung zwischen den Referaten sorgten. Auch hier hatte man die Wahl: Wer gerne mit den Grenzen der Physik spielt, durfte sich im Praxismodul „Lagerbauten“ austoben und sehenswerte Zeltkonstruktionen in den Himmel bauen. Alle, denen in der Lagerküche bisher „das gewisse Etwas“ fehlte, lernten im Praxismodul „Genuss auf dem Lager“, wie man beispielsweise Popcorn, Chips und Donuts auf offenem Feuer zubereitet. Für die kreativen und musikalischen Talente boten die Module „Fotografie“ und „Lieder arrangieren“ die perfekte Gelegenheit für künstlerische Projekte wie zum Beispiel eine Fotolovestory á la „Bravo“. In einer dunklen Lagerhalle wurde ein einfacher Sprudelkasten durch einen Lichtschlauch und die richtigen Kameraeinstellungen zum Fotomodell und auch die Möglichkeiten der „Lichtmalerei“ wurden erkundet. Zum Abschluss der Praxismodule wurde einen ganzen Tag lang auf dem Gelände des nahegelegenen Stammes Grafen von Eberstein gekocht, gebaut, gesungen und fotografiert und der Abend endete mit einer Singerunde und einem meterlangen Buffet voller außergewöhnlicher süßer wie herzhafter Leckereien. Neben den Praxismodulen wurde dieses Jahr auch die „Austauschbar“ ins Leben gerufen, um zwischen den Referaten über relevante Themen und Probleme der Stammesarbeit zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Der Vergleich der eigenen Arbeit mit den Vorgehensweisen der anderen Stämme kam jedoch auch in den Referaten nicht zu kurz, die durchweg ansprechend und interaktiv gestaltet waren.

Die hervorragende Küche, die motivierten Referentinnen und Referenten, die besondere Atmosphäre im Turm sowie die gute Stimmung in den abendlichen Singe- und Spielerunden sorgten dafür, dass trotz des vielen interessanten Inputs kein Schul-Gefühl aufkam und alle auf eine ereignisreiche Ferienwoche zurückblicken können.

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